Häufig gestellte Fragen


Frage: Eine Therapie ist nur dann sinnvoll, wenn man großen Leidensdruck hat. Stimmt das?

Antwort: Aus unserer Erfahrung ist es besser nicht zuzuwarten, bis der Leidensdruck nur mehr schwer zu ertragen ist. Ein möglichst früher Beginn einer Therapie kostet weniger Geld und hilft Probleme klein zu halten.


Frage: Wie lange dauert eine Psychotherapie und machen Sie Kurzzeittherapie?

Antwort: Therapien dauern unterschiedlich lange, abhängig von der Komplexität der Probleme und der bereits vorangegangenen Dauer der Belastung. Manches schaut sehr kompliziert aus und lässt sich sehr schnell lösen, während andere Probleme erst im Lauf der Zeit in allen Konsequenzen erfasst und behandelt werden können. Bezüglich der Dauer einer Psychotherapie vertreten wir den Grundsatz: So kurz wie möglich und so lang wie notwendig.

Kurzzeittherapie ja, jedoch nach eingehender Anamnese und Einschätzung der Lage. Erst dann können wir gemeinsam mit Ihnen seriös ermessen, ob und wie lange die Therapie dauern könnte. An erster Stelle steht – egal wie lange die Therapie dauert – eine langfristige Verbesserung Ihrer Situation durch gemeinsam entwickelte, tragfähige Lebensbewältigungsstrategien. Der Faktor Zeit ist in einer Psychotherapie essentiell, sich ausreichend davon zu gönnen, ist ein Geschenk an einen selbst.


Frage: Wie viel kostet eine Psychotherapie? Gibt es einen Kostenzuschuss?

Antwort: In jedem Fall muss Psychotherapie in einer modernen Gesellschaft zugänglich und leistbar sein. Wir informieren Sie gerne in einem persönlichen Gespräch über unsere Tarife.

Der Kostenzuschuss der OÖGKK beträgt 21,80 Euro, wenn eine krankheitswertige Störung diagnostiziert wird. Einige kleinere Versicherungen leisten höhere Zuschüsse.


Frage: Machen Sie Familienaufstellungen?

Antwort: Derzeit auf Wunsch im Rahmen einer Einzeltherapie in damit eingeschränkter Form. Familienaufstellungen werden von uns psychodramatisch (siehe Psychodrama) durchgeführt und dienen einem Erkenntnisgewinn, der anschließend in die Therapie  einfließt. Dieser Prozess ist uns wichtig.

Aufstellung ist nicht gleich Aufstellung. Es gibt sehr unterschiedliche Arten, diese zu machen – darauf ist zu achten!

Aufstellungen nach Hellinger lehnen wir aus verschiedenen Gründen ab: Etwa, weil wir generalisierte Vorannahmen von der Leitung, wie ein System zu funktionieren hat, aus psychodramatischer Sicht nicht vertreten können. Auch davon auszugehen, dass es immer eine Lösung in der Familienaufstellung geben muss, ist ein Versprechen, das nicht per se realisierbar ist.   


Frage: Wann brauche ich eine Sexualtherapie?

Antwort: Wenn Sie in Ihrem Leben immer wieder ähnliche Erfahrungen machen, die Sie in Ihrer Sexualität belasten. Wenn Sie das Gefühl haben, dass Sie Ihre ehemals erfüllte Sexualität nicht mehr ausleben können. Wenn Ihre Lust abhanden gekommen ist. Wenn Sie sexuelle Unzufriedenheit in Ihrer Partnerschaft wahrnehmen. Wenn Sie lieber Pornos ansehen als mit Ihrem/Ihrer Partner/in zu reden, Liebe zu machen.

Auch wenn Sie sich depressiv fühlen, kann eine sexuelle Störung die Ursache sein. Genauso kann sich hinter einem Burn-Out eine Störung der Liebes- und Sexualbeziehung verstecken, die das ganze restliche Leben in eine negative Dynamik mitgerissen hat, sodass eine Sexualtherapie die sinnvollste Hilfe sein kann.


Frage: Bin ich psychisch krank, wenn eine Sexualstörung vorliegt?

Antwort: Die Sexualität ist ein Bereich unserer Persönlichkeit, der eng an unsere Beziehungserfahrungen, an unsere Befindlichkeit und an unseren eigenen Körper gebunden ist. Verstand, Emotion und Körper arbeiten zusammen, wenn Sexualität gelingt. Nach unserer Auffassung wirken sich Störungen in allen unseren Lebensbereichen jeweils auch auf unsere Sexualität aus. Heilung setzt daher meist an mehreren Stellen an, aber auch direkt bei sexuellem Verhalten. Die Kategorisierung in krank/gesund finden wir dabei wenig hilfreich. Wenn Sexualstörungen vorliegen, mangelt es aus Sicht des Psychodramas (siehe Psychodrama) an bestimmten Rollenerfahrungen, die nachgeholt werden können.


Frage: Brauche ich Medikamente, wenn eine Sexualstörung diagnostiziert wird?

Antwort: Möglicherweise brauchen Sie ergänzend eine medizinische Abklärung, die wir gerne vermitteln. So wird zum Beispiel ein Hormonstatus gemacht und mögliche organische Ursachen werden abgeklärt. Die Sexualtherapie kann/muss nicht in Kombination mit Medikamenten erfolgen. Nach unserem psychotherapeutischen Ansatz ist eine Sexualstörung selten alleine mit Medikamenten zu behandeln.

Weitere FAQs zum Thema Sexualtherapie finden Sie auf LiebeSexundTherapie.at/faq-page


Frage: Wird alles gut?

Antwort: Das wollen wir doch hoffen!